GastroPraxis

Prof. Dr. med. H. Harder
Dr. med. Ana C. Harder
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MAGENSPIEGELUNG (ÖSOPHAGO-GASTRO-DUODENOSKOPIE)

Magenspiegelung, sanfte Endoskopie, schmerzfreie Untersuchung

Magenspiegelung (Gastroskopie): Die Magenspiegelung (Gastroskopie) ist die genaue Untersuchung von Speiseröhre, Magen und Zwölffingerdarm. Sie wird mit einem flexiblen dünnen Instrument durchgeführt. Durch Einblasen von Luft (oder CO2-Gas) wird der Dünndarm, Magen und die Speiseröhre entfaltet, sodass krankhafte Veränderungen gesehen werden können. Gewebeproben können mit einer kleinen Zange, die durch das Gerät geschoben wird, entnommen werden oder kleinere Schleimhautvorwölbungen (Polypen), entfernt werden.

 

Gründe für die Untersuchung: Zur Untersuchung von Engegefühl im Hals, Schluckstörungen, Sodbrennen, Schmerzen hinter dem Brustbein, längere Zeit bestehende Oberbauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen von Blut oder "Kaffeesatz", chronische Durchfälle, Gewichtsabnahme, Tumorsuche, Vor- und Nachsorgeuntersuchungen sowie anderen.

 

Durchführung
Die Untersu
chung wird in der Regel vormittags erfolgen. Ein kleines Glas Wasser oder Tee können Sie bis zu 1 Stunde vor der Spiegelung trinken (ggf. Medikamenteneinnahme). Nehmen Sie am Vorabend eine leichte Mahlzeit ein und bleiben Sie dann nüchtern. Bitte nicht essen, trinken oder Rauchen! Vor der Untersuchung wird, falls Sie keine Schlafspritze (Sedierung) wünschen, der Rachen mit einem Spray betäubt. Lose Zahnprothesen müssen entfernt werden. Ein Plastikbeißring zwischen den Zähnen verhindert die Beschädigung des Endoskops. Die Untersuchung dauert in der Regel nur wenige Minuten. Bei Verabreichung des Rachensprays dürfen Sie 2 Stunden nach der Untersuchung wieder essen und trinken.

Was verstehen wir unter der sanften Gastroskopie
Durch Verwendung dünner und flexibler Endoskope ist die Magenspiegelung bereits besser verträglich als noch vor einigen Jahren. Durch den Einsatz von Kohlendioxid-Gas (CO2) kann nun auch das Befinden nach der Spiegelung nochmals erheblich verbessert werden!

Um den Magen gut zu entfalten und die Schleimhaut optimal beurteilen zu können, wird normalerweise während der Magenspiegelung Raumluft in den Magen und Dünndarm gegeben. Obwohl versucht wird, diese Luft teilweise wieder aus dem Magen und Dünndarm abzusaugen, verbleibt mehr oder weniger viel von dieser Luft im Magen-Darm-Trakt zurück.

Die verbleibende Luft kann zu Völlegefühl bis hin zu krampfartigen Bauchschmerzen während und nach der Magenspiegelung führen. Mit Hilfe einer neuen Technologie kann der Magen und nachgeschaltete Dünndarm anstatt mit Luft nun mit Kohlendioxid (CO2) entfaltet werden. Die Insufflation von CO2 ist eine wissenschaftlich fundierte Methode und es wird hierzu medizinisches Kohlendioxid (CO2) aus Hochdruckflaschen verwendet. Während Luft kaum bzw. recht schlecht vom Gewebe aufgenommen werden kann, wird Kohlendioxid 150 x besser über die Schleimhaut aufgenommen und abgeleitet, bzw. letztendlich über die Lunge abgeatmet.

Auf diese Weise ist Ihr Magen-Darm-Trakt nach der Untersuchung rasch entbläht und wieder entspannt. Deshalb verspürt der Patient während und nach der Endoskopie wesentlich weniger Schmerz und Unwohlsein!


Die gesetzlichen Krankenversicherungen übernehmen diese Mehrkosten bislang noch nicht, sodass hierfür ein kleiner Kostenbeitrag anfällt, fast alle privaten Krankenversicherungen übernehmen diesen jedoch bereits. Die Untersuchung kann selbstverständlich weiterhin auch mit Raumluft erfolgen.